SPD Sonnenalb

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Schnellbus Rapido

Veröffentlicht am 27.09.2008 in Pressemitteilungen

SPD-Ortsverein Sonnenalb möchte zusätzliche Buslinie für Berufspendler. Beifall von Experten.

Text aus dem Reutlinger Generalanzeiger vom 27.09.2008.

Text: Joachim Baier (GEA)

Der SPD Ortsverein Sonnenalb will den öffentlichen Nahverkehr zwischen Gammertingen und Reutlingen schneller und attraktiver machen. Einen Namen für das Projekt haben der Vorsitzende Frank Schröder und seine Genossen bereits gefunden: "Rapido" - in Anlehnung an den Flughafenbus "Expresso".
Der "Rapido" soll in jedem Dorf entlang der Strecke nur einen Halt einlegen. Ab Engstingen ginge es ohne Zwischenstopp in Pfullingen zum Südbahnhof. Zeitersparnis gegenüber den "400er" Bussen von Gammertingen bis Reutlingen: rund 24 Minuten. Der "Rapido" ist als Angebot für Berufspendler und zusätzlich zur Buslinie 400 gedacht.
Frank Schröder ist überzeugt, wenn die Fahrzeit nach Reutlingen verkürzt wird, würden mehr Leute auf den Bus umsteigen. "Für uns ist die Zeit der entscheidende Faktor". Busfahren sei zudem günstiger als Autofahren. Zahlenbeispiele liefert der "Naldo Sprit-Preis-Rechner", der unter www.naldo.de zu finden ist. Wer beispielsweise von Gammertingen nach Reutlingen fährt, spart laut Berechnung mit dem Bus gegenüber dem Auto jährlich 1051,36 Euro. Ab Mägerkingen macht sich der Umstieg auf den ÖPNV mit 927,75 Euro jährlich im Portemonaie bemerkbar.
Der Ortsverein hat am Donnerstag seine Idee im Rahmen einer öffentlichen Diskussion mit Verkehrsexperten in der Trochtelfinger Stadtbücherei vorgestellt.
"Zusatzangebote sind zunächst eine gute Sache", meine Doreen Riederer vom Verkehrsamt des Landkreises Reutlingen, "sie kosten aber auch Geld". Auf jeden Fall müssten für die Finanzierung des "interessanten" Projektes weitere Partner gewonnen werden.

Rund 140000 Euro Kosten

Trochtelfingens Bürgermeister Friedrich Bisinger betonte, "wir sollten mit Nachdruck in die Diskussion um den "Rapido" einsteigen". Er räumte ein, dass bei der Finanzierung des Schnellbus-Projektes auch die Kommunen mit ins Boot müssten. "So ein Konzept ist für uns durchaus ein Thema und es ist für uns auch nicht neu", sagte Jürgen Lutz von der Hohenzollerischen Landesbahn. Bereits in den 80er Jahren sei eine Schnellbusslinie bei der HZL diskutiert worden. Rund 140000 Euro pro Jahr, schätzt der Verkehrsexperte, würde das Zusatzangebot bei jeweils zwei Hin- und Rückfahrten pro Werktag kosten.
"Ein absolut richtiger Ansatz", lobte Naldo-Geschäftsführer Wolfgang Lang den Vorschlag des SPD-Ortsvereins. Schnellbusse machten aber nur dort Sinn, wo auch Fahrgastpotenzial vorhanden sei. Lang fügte hinzu, dass er aus der Diskussion heraushörte, "dass es sich lohnt, in dieser Region darüber nachzudenken". Wenn es gelinge, das Projekt auf ein stabiles finanzielles Fundament zu stellen, "dann könnte so ein Schnellbus erfolgreich sein". (GEA)